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ZIS "Wald"

 

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Durch die Wildnis des Saaler Forstes: Eine Walderkundung mit Förster Peter Faltermeier

 

Auf einer Walderkundung konnte die Klasse 8a der Mittelschule Saal an der Donau mit ihrem Klassenlehrer Peter Rathgeber die Vielfalt des heimischen Waldes hautnah erleben und viele neue Informationen und Eindrücke sammeln. (Lead)

 

Gleich zu Beginn der Wanderung erklärt Förster Faltermeier die Vielfalt eines gesunden Mischwaldes , ob Buche, Fichte, Ahorn oder Holunder, jede Pflanze hat eine Bedeutung für den Wald und dient als Nahrungsquelle oder Schutz für alle möglichen Tierarten. Besonders die Samen von  Eiche und Buche sind wertvoll für unsere Wildtiere, wie z. B. für  Wildschein, Eichhörnchen und Eichelhäher. Eine Eiche produziert in einem Jahr mehrere Zentner Samen, die verschiedenen Wildtieren als Futter dienen.

 

Die wirtschaftliche Funktion des Waldes

Große Bedeutung hat die wirtschaftliche Funktion des Waldes. Viele Arbeitsplätze hängen an einem gesunden Wald, vom Waldarbeiter bis zum Arbeiter im Sägewerk. Das Holz der Fichte wird meist als Bauholz verwendet, andere Sorten finden auch in der Möbelindustrie Verwendung. Auch zur Papierherstellung wird Holz gebraucht. Mindere Holzqualitäten werden als Brennholz genutzt. Dafür muss Holz geschlagen werden. Heute werden Kahlschläge vermieden, der Wald soll sich natürlich verjüngen. Über sogenannte Rückegassen, erklärt Herr Faltermeier, werden die gefällten Bäume zur Forststraße gebracht, um den Waldboden zu schonen.

 

Waldschäden

Schneeschäden im Wald treten hauptsächlich im ausgehenden Winter auf, wie zum Beispiel das Brechen der Äste und Kronen des Baumes durch das Gewicht des Schnees. Besonders gefährdet ist die Kiefer, da sich auf ihren Ästen der Schnee  gut hält. Bei Borkenkäferbefall muss ein Baum gefällt werden. Auf diesen Freiflächen muss dann wieder aufgeforstet werden. Auch durch Klimaveränderungen kann der Wald gefährdet sein. Durch immer trockenere Sommer sei hier besonders die Fichte als Flachwurzler betroffen. Und ein geschwächter Baum, der unter der Trockenheit leide, biete dann dem Borkenkäfer wieder mehr Angriffsmöglichkeiten, erklärt Herr Faltermeier. Besser geeignet seien deshalb aus heutiger Sicht Ahorn, Buche, Tanne und Douglasie, eine Baumart aus Nordamerika, die aber auch vor der Eiszeit in Mitteleuropa heimisch war. Diese Bäume sind Tiefwurzler und können deshalb mit Trockenheit besser umgehen.

Unser Weg durch den Wald führt weiter durch eingezäunte Schonungen, wo ein Mischwald mit Tannen heranwächst. Diese kostspieligen Einzäunungen sind leider nötig, weil insbesondere die jungen Triebe der Tanne auch die Lieblingsspeise des Rehwildes sind. Um dem Wald eine Chance zu geben, muss er also vor Wildverbiss geschützt werden. Schon einige Meter außerhalb des Zaunes lässt sich dies  an einigen Beispielen junger Bäume erkennen, wie uns Förster Faltermeier zeigt.

 

Ein imposanter Baumriese

Auf unserer weiteren Wanderung durch zum Teil unwegsames Dickicht kommen wir an einem imposanten Baumriesen vorbei, einer Buche mit einem Alter von einigen hundert Jahren. Ein solches Baumdenkmal, das schon unsere Vorfahren gekannt haben könnten, werde dann von der Säge verschont.

Auf dem Rückweg sehen wir noch das verzweigte System eines Fuchsbaus mit seinen vielen Ein- und Ausgängen. Der Fuchs allerdings lässt sich schlauerweise nicht blicken.

Fotos: P. Rathgeber

 

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