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Lernen wie Anno Dazumal an der Mittelschule Saal

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Im Erdgeschoss der Mittelschule Saal haben die Mitglieder des „Arbeitskreises Heimatgeschichte Saal“ um Sylvia Kühnl-Astha ein historisches Schulmuseum eingerichtet. Mitinitiator dieser Einrichtung war auch Herr Anton Zimmermann, einer der ehemaligen Rektoren der Schule in Saal.

Am Mittwoch wurde die Einrichtung, mit berechtigtem Stolz, der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Gardarobengang hingen alte Gruppenbilder von Schulklassen, Lernfilme vergangener Tage wurden gezeigt und Lehrmittel vorgestellt, die längst überholt sind.

Ganz unvorstellbar für die gegenwärtigen Schülerinnen und Schüler, dass dies alles vor zwei Generationen noch zum Schulalltag gehörte. Bei den älteren Gästen wurden Erinnerungen an die eigene Zeit des Grundschullernens wach.

„Bitte Platz nehmen“, hieß es, und auf der Tafel stand in altdeutscher Schrift „Herzlich Willkommen“. Mit dabei waren Vertreter der Saaler Lehrerschaft und Schulrätin Sabine Meier. Bürgermeister Peter Buberger testete, mit Erfolg, erst mal den „alten“ Wasserhahn überm historischen Waschbecken. Eine Lampe, gerettet aus dem alten Bubenschulhaus, hatte er als kleines Geschenk mitgebracht.

Kühnl-Ashta erinnerte an die erste Schule in Saal, die von Pfarrer Johann Hager eingeführt worden war. „So um das Jahr 1600“, sei das gewesen. Der Unterricht habe damals im Mesnerhaus, von dessen Bewohnern abgehalten, statt gefunden. Freiwillig sei der Besuch gewesen und viele Eltern hätten ihre Kinder lieber Zuhause mitarbeiten lassen, als die Zeit mit lernen zu „vergeuden“.

Nette kleine Begebenheiten über den Schulalltag bis heute erzählte Kühnl-Ashta den interessierten Zuhörern. Auf den kleinen Bänken sitzen, im Tintenfass vor sich den Federkiel, da fiel das Aufpassen nicht schwer.

                                                                                             MZ vom 28.11.2011

 

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