Home

 

 

 

Copyright by HS Saal

Geschichte

Chronik

80000 Jahren v.Chr. Neandertaler im Raum Saal. Fund eines Faustkeils aus der Würm-Eiszeit zwischen Mitterfecking und Seilbach.

 

4900-4200 v.Chr. Jungsteinzeitliche Siedlungen bei Oberfecking. Bearbeitung des Plattenhornsteins von Arnhofen.

 

um 2000 v.Chr. Vermutlich einst Grabhügel bei Oberfecking. Fragment einer verzierten Dolchklinge der frühen Bronzezeit am Hang der Espernbachaue gefunden.

 

um 1000 v.Chr. Siedlung der Hallstattzeit in Untersaal. Fund von Siedlungsresten.

 

um 450 - 15 v.Chr. Keltische Siedlung in Untersaal. Flachgräber der Latene- Zeit im Mündungsgebiet des Feckinger Baches. Ringförmige, spätkeltische Fliehburg am Ringberg bei Untersaal mit 3 Toren und einem Brunnen. Rechteckige Keltenschanzen bei Kleingiersdorf und Unterschambach (Kult - und Opferstätten der Druiden).

 

15 v. Chr. Römische Truppen überschreiten die Alpen und dringen bis zur Donau vor. Unsere Heimat wird Grenzland der römischen Provinz Raetien am ,, Nassen Limes ". Legionäre bauen eine Straße von Regensburg über Saal nach Eining.

 

Jahr 0  Jahr  Jahr 0   Jahr 0   Jahr 0   Jahr 0   Jahr 0   Jahr 0

 

370 Römer errichteten am Donauufer bei Untersaal einen mächtigen Burgus mit Schiffsanlegestelle.

 

450-500 Bajuwaren besiedel unsere Heimat, lassen sich auch an der Salla, dem Feckinger Bach nieder. Friedhöfe dieser Zeit wurden in Saal und Seilbach gefunden.

 

620 Mönche des Klosters Weltenburg missionieren unsere Vorfahren.

 

910 Ungarische Steppenreiter ziehen die Donau abwärts - morden, plündern und brandschatzen vermutlich auch in Saal.

 

1002 Herzog Heinrich IV. von Bayern, deutscher König und später Kaiser Heinrich II. bestätigt in einer Urkunde der Äbtissin Ouda  von Niedermünster den Besitz der Hofmark Saal.

 

1326 Die Pfarrei wird erstmals urkundlich erwähnt.

 

1342 Erste urkundliche Erwähnung eines Saaler Pfarrers namens "Pylgryn".

 

1356-60-63 Pestjahre-Vermutlich stammt die Holzfigur des Hl.Sebastian in der Pfarrkirche aus dieser Zeit.

 

um 1450 Nach einem klösterlichen Zinsbuch stehen in Obersaal 25 und in Untersaal 19 Gehöfte.

 

1463 Erste urkundliche Erwähnung der Taverne in Untersaal. Äbtissin Otilia weist dem Wirt Konrad Mair die Taverne mit Grund und Boden sowie allen Bauten zu.

 

1480 Bau der alten Pfarrkirche in ihrem spätgotischen Kern (Übernahme des Wehrkirchturms der romanischen Vorgängerin).

 

1530 Saal wird Unterlegestation der "Österreichischen Hofpost".

 

1625 Hans Froschhaimer erbaut Stattliche Taverne, heutige "Gasthaus zur Alten Post".

 

1630 Schweden hausen unter General Horn in unserer Heimat.

 

1661/1660 Pestjahre- Pestkapelle am Kirchplatz.

 

1661/1662 Schwere Unwetter vernichten Ernte und Weinreben, starker Frost den Winterbau. Es droht eine Hungersnot. Kloster liefert dem Bauern Brotgetreide und Saatgut.

 

1701-1714 Österreichische Truppen besetzen in Österreichischen- Spanischen Erbfolgekriegen unsere Heimat.

 

1705 Messner Joseph Johann Heid ist erster Schullehrer in Obersaal. Das Messnerhaus wird erstes Saaler Schulhaus.

 

1729 Jahrhunderthochwasser in Untersaal.. Am 1.Februar steht das Wasser 1,80m über der Fahrbahn bei der Taverne.

 

1730 Andreaskirche von Jakob Arnan erbaut.

 

1786 Johann Wolfgang von Goethe kommt auf seiner Italienreise am 5. September nach Saal.

 

1792-1794 Die Straße zwischen Saal und Bad Abbach wird unter der Leitung des Straßen- und Wasserbaudirektors Adrian v. Riedl neu gebaut. Gedenktafel an der Felsenwand bei den Steinernen Löwen.  

 

1803 Ende der Grundherrlichkeit von Niedermünster  in Saal (Säkularisation). 

 

1803-1810 Saal gehört zum Fürstentum Regensburg.

 

1809 Französische Truppen des Marschals  Davous ziehen am 19. April nach Saal. Österreicher und Franzosen liefern sich zwischen Teugn und Hausen verlustreiche Kämpfe angeblich 8000 Tote.

 

1810 Saal fällt an das Königreich Bayern .

 

1839 Tavernwirt Georg Huber wird Saaler Posthalter. Taverne wird Poststation und Gasthaus zur Post.

 

1848 Saaler Bauern werden von ihren grundherrlichen Lasten befreit.

 

1873 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Saal an der Donau.

 

1874 Eröffnung der Donautalbahn zwischen Ingolstadt und Regensburg am 1. Juni. Zusammenlegung von Post- und Bahnexpedition. Obersaal wird Bahn- und Poststation. Ende der Posthalterrei in Untersaal. Letzte Posthalterin ist Eva Huber.

 

1875 Der Bahnhof Saal wird erbaut .

 

1876 Anfänge des Saaler Kalköfen des Münchner Bauunternehmen Josef Schneider bei Haunerstdorf.

 

1894

Bau des Schulhauses an der Werkstraße mit 2 Schulsälen und Lehrerdienstwohnung .

 

1914-1918

1. Weltkrieg: 29 Saaler Bürger gefallen .

 

1923

Wirtschaftlicher Aufschwung des Kalkwerkes Saal (1000 t Tagesförderung, 800 Arbeiter, 30 Angestellte).

 

1925

Bau des Donauhotels und der Cettovilla durch Ernst Cetto.

 

1926

Bau des Schulhauses an der Hauptstraße. Schulschwestern kommen nach Saal.

 

1934 Niederlassung der Firma "BayWa".

 

1938

Rathaus erbaut und im Frühjahr 1939 bezogen.

 

 1944 Oktober/November

 Baubeginn einer unterirdischen Montagehalle für den Düsenjäger M 262 im Ringberg. KZ-Außenlager von Flossenbürg im Waltal zwischen Saal und Teugn errichtet.

 

1945                       März  Im Schulhaus an der Hauptstraße und im Donauhotel wird ein Feldlazarett eingerichtet. Schulhaus an der Werkstraße wird Flüchtlingslager.

 

28. April 1945 US- Kampftruppen besetzen nach Artilleriebeschuss und Tieffliegerangriffe Saal. Kampfhandlungen verursachen nur Gebäudeschäden.

 

1939-1945 2.Weltkrieg: Saal beklagt 142 Kriegstote.

 

1946 842 Heimatvertriebene kommen nach Saal. 1.Januar: Saal wird Polizeistation (zwei Beamte).

 

1950

Schulhaus an der Hauptstraße wird durch den Bau des Nordflügels erweiter. Eröffnung einer zweiklassigen evangelischen Bekenntnisschule.

 

1952 Donauhotel wird Seniorenheim der "Rumelsberger Anstalten".

 

1953/54 Bau der Luther Kirche an der Bahnhofstraße. Einweihung am 31.Oktober 1954. Der neue Friedhof, ein Terrassenfriedhof mit Leichenhalle wird bei der Hochgartenstraße angelegt.

 

1957 Errichtung der gemeindlichen Turnhalle Saal.

 

1958/59 Bau der Christkönigskirche (Einweihung am 1.Oktober 1959).

 

1963-1966 Bau der B 16 mit neuer Trassenführung. Ortsumgehungsstraße und Straßenüberführungen bei Ober- und Untersaal entstehen.

 

1969 Gründung des Schulverbandes Saal an der Donau (15.Dezember). 

 

1971 Bau des Sportzentrums an der Lindenstraße: Stadion, Sportheim mit Kegelbahn und Gaststätte.

 

  Bau des Zentralschulhauses an der Lindenstraße mit Doppelturnhalle und Hallenschwimmbad (Einweihung am 10.Mai).

 

1972 Gemeindegebietsreform: Reißing, Teuerting und Einmuß werden in die Gemeinde Saal an der Donau eingegliedert.

 

1978 Eingliederung der Gemeinde Mitterfecking. Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Teugn. Der Hafen Kelheim/Saal wird in Betrieb genommen

 

1986 Saaler Passionsspielkreis setzt erstmals den Leidensweg Christi in Szene. 1992 Wiederaufführung der Spiele.

 

1988 Bau des neuen Freibades mit Wasserrutsche, Sport- und Spassbecken.

 

1992 Bau des stattlichen Feuerwehrgerätehauses an der Hauptstraße. Altes Gerätehaus am Rathhaus wird Bauhof.

 

1996 "Saaler Palmensonntagsprozession" mit 12 kunstvollen, lebensgroßen Holzfiguren, die Christus auf seinem Leidensweg darstellen.

 

1997 Inbetriebnahme des neuen Kindergartens an der Lindenstraße.

 

1998 Saal wird Standort des leistungsfähigsten Elektronenbeschleuniger der Welt.

 

2002 Saal feiert

 

Quelle: "Chronik von Saal an der Donau", Anton Zimmermann - 2001

zurück zum Seitenanfang